"Exzellenzstrategie“ beschlossen

Am 16. Juni 2016 haben sich Bund und Länder auf die Nachfolge der Exzellenzinitiative geeinigt. Die sogenannte „Exzellenzstrategie“ fördert ab 2019 elf Hochschulen in Deutschland für einen siebenjährigen Zeitraum mit zusammen 533 Millionen Euro pro Jahr.

Hamburg hatte bis zuletzt in den Verhandlungen eine fehlende Dynamik befürchtet und einen Kompromiss gefordert. Dieser sieht nun nach sieben Jahren eine gründliche Evaluation der Elite-Universitäten vor, sodass vier Hochschulen 2025 die Chance erhalten, in den Kreis der Exzellenzuniversitäten aufzusteigen.

Darüber hinaus erklärten die Regierungschefs sich mit folgenden Programmen einverstanden:

Programm Innovative Hochschule

Zwischen 2018 und 2027 werden kleine und mittelgroße Universitäten sowie Fachhochschulen mit 550 Millionen Euro bezuschusst. Ihre Arbeit muss für Wirtschaft oder Gesellschaft besonders relevant sein, entscheidend sind Kooperationen und Transfer.

Tenure-Track-Programm

Das Förderprojekt für den wissenschaftlichen Nachwuchs soll von 2017 bis 2032 laufen und mit insgesamt rund einer Milliarde Euro ausgestattet sein. Damit sollen bundesweit 1000 "Tenure-Track-Professuren" entstehen, die nach Auslaufen des Programms in 15 Jahren von den Ländern dauerhaft weiterfinanziert würden. In den USA sind Tenure-Track-Verfahren schon länger üblich. Hierbei qualifizieren sich Promovierte für eine Lebenszeit-Professur: Erreichen sie die mit der Uni vereinbarten Ziele in Forschung und Lehre, wird ihre Stelle nach etwa sechs Jahren entfristet.