Rudolf Henke besucht Sozialwerk Aachener Christen e.V.

Wir brauchen neue Lösungen, um langzeitarbeitslose Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren

Herzlich wurde Rudolf Henke auch bei seinem Besuch beim Sozialwerk Aachener Christen e.V. empfangen, das er im Rahmen seiner Sommertour besuchte. Besonders die Vermittlung und Wiedereingliederung von arbeitslosen und langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt standen im Mittelpunkt des Gespräches.

Die Bereichsleiter des Aachener Sozialwerks, Roland Hagen sowie Leonhard Höfert, erläuterten anhand verschiedener Projekte und Initiativen des Sozialwerkes  die Schwierigkeiten, mit denen der soziale Träger zu kämpfen hat. Besonders die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen ist ein Thema, bei dem dringender Handlungsbedarf besteht und langfristig neue Lösungen gefunden werden müssen, damit diese Menschen dem Arbeitsmarkt nicht dauerhaft verloren gehen. Auch Rudolf Henke betont in dem Gespräch: „Natürlich muss die Politik auch Lösungsansätze schaffen für Personen, die aufgrund vorhandener Vermittlungshemmnisse auf dem ersten Arbeitsmarkt nur schwer Zugang erhalten. Ich vertrete die Auffassung, dass wir für die Menschen, die bereits mehrere staatlich geförderte Maßnahmen absolviert haben und trotzdem keinen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt finden konnten, Perspektiven auch in Form von öffentlich finanzierter Beschäftigung sollten nutzen können.“ 

Aus Sicht der Träger erklärte Dr. Simone Pfeiffer-Bohnenkamp, ehemaliger geschäftsführender Vorstand, dass nur eine kontinuierliche Begleitung der Menschen zu Erfolgen führt. Dem steht jedoch eine steigende Ökonomisierung der öffentlich geförderten Programme gegenüber. Erst an zweiter Stelle steht bei der Bewertung von Landes- und Bundesprogrammen die Qualitätskontrolle und Beurteilung von Projekten. Kontinuität kann so schwer gewährleistet werden. Die Vertreter des Sozialwerkes appellieren an die Politik, dass ein Bewusstseinswandel stattfinden muss, damit Unternehmen langzeitarbeitslosen Menschen eine berufliche Perspektive bieten. „Nicht nur den arbeitslosen Menschen muss eine kontinuierliche Beraterung zur Seite gestellt werden, sondern auch den Unternehmen. Die Unternehmen brauchen eine Garantie, dass ein sozialpädagogischer, externer Couch als Ansprechpartner fungiert, “ so Hagen. Rudolf Henke konnte viele Anregungen mitnehmen, die er in die Arbeit der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion einbringen möchte.

„Erfolgreiche Wege zum Arbeitsplatz schaffen“- Das war 1982 das grundsätzliche Anliegen Aachener Bürger, als sie den gemeinnützigen Verein SOZIALWERK Aachener Christen gründeten. Durch ihre private Initiative und ihr professionelles Engagement wollten und wollen alle Mitwirkenden – mit institutioneller Unterstützung von Seiten der Stadt, der Kirchen, der Arbeitsverwaltung, des Landes, des Bundes sowie der EU – drei Ziele im Raum Aachen erreichen: Arbeitsplätze bereitstellen, Fähigkeiten und Qualifikationen für die Arbeitsaufnahme vermitteln und soziale, persönliche und familiäre Rahmenbedingungen ermöglichen, die der Arbeitsaufnahme und Berufsausübung förderlich sind. Heute erfüllt das Sozialwerk Aachener Christen e.V. seine Aufgaben im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Programmen der öffentlichen Hand. Einen erheblichen Anteil der Finanzierung des Sozialwerkes übernehmen Aachener Bürger mit ihren Spenden und Beiträgen. Dieses bürgerschaftliche Engagement ist für die Aufgabenerfüllung im Sozialwerk unverzichtbar. Diese Mittel geben dem Sozialwerk die Freiheit, innovative Akzente in seiner Arbeit zu setzen. Akzente, die natürlich ganz im Auftrag des Sozialwerks Aachener Christen liegen: Chancen zu eröffnen und Wege zu ebnen.