Mit alten Fahrrädern Neues schaffen: Rudolf Henke besucht die Wabe e.V.

Mit einer Vielzahl von Arbeitsintegrationsprojekten schafft der Verein Wabe e.v. für Menschen, die wenig Perspektiven auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, neue Wege. Grund genug für Rudolf Henke, die Wabe e.V. im Rahmen seiner Sommertour zu besuchen.

Der Anschluss an den Arbeitsmarkt verhindert Armut: Davon ist der Verein Wabe in Aachen unter dem Vorsitzenden Alois Poquett überzeugt. 

Eines der Arbeitsmarktintegrationsprojekte ist die Fahrradwerkstatt, in der Fahrräder aufbereitet, recycelt und bedürftigen Menschen zu einem günstigen Preis abgegeben werden. Auch kleinere Reparaturarbeiten werden unter fachlicher Anleitung durchgeführt. Darüber hinaus werden aus alten Teilen der Fahrräder, wie beispielsweise den Fahrradreifen, neue Produkte hergestellt werden. Für dieses Projekt spenden nicht nur die Stadt Aachen, sondern auch Bürgerinnen und Bürger alte Fahrräder an die Wabe. Ein Teil der reparierten Fahrräder wird jährlich an Grundschulen gespendet, damit alle Kinder an der Fahrradprüfung mit einem eigenen Rad teilnehmen können.

Die arbeitenden Menschen finden hier neue Perspektiven, erlernen neue Fähigkeiten und finden zurück in einen Arbeitsalltag. Unter der Anleitung von Ausbilder Jürgen Aelmanns und mit Betreuung von Sozialarbeiterin Ulrike Wichert wird das Instrument der Arbeitsgelegenheit in der Werkstatt aktiv gelebt. Fast 300 Menschen nehmen über die Wabe e.V. an solchen Projekten in Aachen teil. Weitere Projekte der Wabe sind Werkstätten für Möbel- und Textil-Recycling, Sozialkaufhäuser und eine Radstation, bei der Fahrräder ausgeliehen werden können. Im letzten Jahr konnte die Wabe e.V. bereits ihr 30-jähriges Bestehen feiern.

„Ich bin überzeugt davon, dass Arbeitsintegrationsprojekte wie die der Wabe e.V. unerlässlich sind, um Menschen, die sich in Langzeitarbeitslosigkeit befinden und verschiedene Vermittlungshemmnisse mitbringen, den Weg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Es hat immer Menschen in Deutschland gegeben, auch zu Zeiten von Vollbeschäftigung, die den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt nicht gefunden haben. Ich setze mich daher dafür ein, dass ein staatlich subventionierter Arbeitsmarkt in Deutschland möglich sein muss, um allen Menschen den Zugang zu Arbeit zu ermöglichen, “ so das Fazit von Rudolf Henke nach seinem Besuch.