Weltkongress der Telefonseelsorge in Aachen – Rudolf Henke hält Eröffnungsrede

In diesem Jahr findet der Weltkongress des Internationalen Verbands der Telefonseelsorge (IFOTES) vom 19. bis zum 22. Juli in Aachen statt. Rudolf Henke begrüßte in seiner Eröffnungsrede die über 1600 Teilnehmer aus mehr als 25 Ländern und dankte ihnen insbesondere für die wichtige Arbeit bei der Versorgung von Menschen.

Die “International Federation Of Telephone Emergency Services” (IFOTES) feiert in diesem Jahr auf ihrem Weltkongress in  Aachen zudem ihren 50. Gründungstag. Dazu sagte Rudolf Henke in seiner Rede: „50 Jahre der Hilfe, des Zuhörens, der durchgehenden Erreichbarkeit und besonders des Händereichens für Personen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in einer schwierigen psychologischen Situation stecken – dafür gebührt jedem Teilnehmer der größte Dank und Respekt.“

Die Telefonseelsorge in Deutschland besteht bereits seit 60 Jahren. Rund um die Uhr ist sie erreichbar und ist nicht selten der erste Ansprechpartner für Menschen, die sich in psychisch schwierigen Situationen befinden. Für die Versorgung von psychischen Krankheiten und auch für die Suizidprävention leistet sie damit einen bedeutenden Beitrag. Die Zahlen über die Inanspruchnahme dieses Angebots zeigt die Sinnhaftigkeit der Telefonseelsorge.

„Die Entwicklungen der Suizidzahlen in Deutschland zeigen, dass die Betreuung von gefährdeten Personen nicht schlecht ist, dennoch gilt: Jeder Suizidversuch ist einer zu viel, und insbesondere ist jeder erfolgreiche Suizidversuch einer zu viel“, so Rudolf Henke.

Zu Beginn der 1980er Jahre lag die Zahl der erfolgreich durchgeführten Suizide noch bei fast 19.000 und Anfang der 1990er Jahre bei rund 14.000 jährlich. Seit 2005 sind rund 10.000 Todesfälle pro Jahr auf einen vollendeten Suizid zurückzuführen. 

Weitere Informationen zum Kongress erhalten Sie unter http://www.ifotescongress2016.org/.