Blick auf die Zukunft gerichtet: EVS denkt den Schienenverkehr in der Region Aachen weiter

Rudolf Henke setzt sich seit vielen Jahren für einen zukunftsfähigen Ausbau der Infrastruktur in der Region Aachen, auch im Bereich der Schienen, ein. Im Sommer besuchte er daher die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH aus Stolberg, das einzige privat geführte Eisenbahninfrastruktur-Unternehmen in Deutschland.

Im Jahr 1999 erwarben die Familien Conrads und Schmitz ein Stück Streckennetz von der Deutschen Bahn mit der Absicht, die Sicherung des Schienennetzes in der Region Aachen zu gewährleisten. Damals ahnte noch keiner der Beteiligten, was damit in nur wenigen Jahren geschaffen wurde. Es entstand ein in Deutschland einzigartiges Projekt: Die EUREGIO Verkehrsschienennetz GmbH, kurz EVS, ist ein rein privat geführtes Eisenbahninfrastruktur-Unternehmen, das in der Region Aachen ein öffentliches Schienennetz betreibt und dem Eisenbahnverkehr diskriminierungsfrei zur Verfügung stellt. Auf dem 69 km langen Streckennetz wurden über die Jahre verschiedene Haltepunkte in der Region Aachen – von Herzogenrath nach Merkstein, Aachen, Baesweiler, Weisweiler, Eschweiler, nach Würselen, Alsdorf, Stolberg und Langerwehe bis nach Heerlen- errichtet. Der Ringschluss Aachen- Herzogenrath-Alsdorf-Eschweiler-Stolberg-Aachen wurde im Juni 2016 abgeschlossen.     

Das Thema Infrastruktur in der Region Aachen ist nicht nur aufgrund der im Oberzentrum angesiedelten Industrie bedeutend. Auch als Verbindungsstrecke zwischen den Niederlanden und Belgien in Richtung Osten ist die Region Aachen Richtung Köln von großer Bedeutung. Die dafür wichtige Debatte um den Bundesverkehrswegeplan 2030 und das für die Region Aachen vorgeschlagene Projekt „3-Gleis“ wird nach der sitzungsfreien Zeit im Deutschen Bundestag behandelt.

Rudolf Henke setzt sich seit vielen Jahren für einen zukunftsfähigen Ausbau der Infrastruktur in der Region Aachen, auch im Bereich der Schienen, ein. Der ansteigende Güterverkehr geht auch zunehmend zu Lasten des Personennah- und Fernverkehrs in der Region. Er begrüßte bei seinem Besuch bei der EVS daher die langfristige Zielsetzung des Unternehmens, das Streckennetz für den Personennahverkehr weiter auszubauen und langfristig eine Elektrifizierung des Netzes durchzuführen. Momentan wird der Schienenverkehr auf der Strecke mit Dieselfahrzeugen betrieben. Eine Elektrifizierung der Strecke würde eine deutliche Preissenkung für Unternehmen und Bahnkunden bedeuten.

Rudolf Henke unterstützt daher das Anliegen der EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil und Christian Hartrampf sowie der beteiligten Familien Conrads und Schmitz, die Bahnstrecke auszubauen und zu elektrifizieren und appelliert an die Vertreter der Nahverkehrsteilnehmer wie den Zweckverband Nahverkehr Rheinland, sich gemeinsam für diese Ziele im Sinne der Bahnkunden einzusetzen