Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ wird fortgeführt

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ wird auch im Zeitraum von 2017 bis 2020 mit Mitteln des Bundes fortgeführt.

Der Regierungsentwurf des Bundeshaushaltes 2017 sieht eine Aufstockung der Mittel für das Bundesprogramm um 600 Millionen Euros vor. Vorbehaltlich einer Zustimmung durch den Deutschen Bundestag können mit dem Programm noch einmal viele Kitas unterstützt werden.

Mit dem Programm, das am 01. Januar 2016 gestartet ist, kann das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in Kitas unterstützen. Das Programm richtet sich hauptsächlich an Einrichtungen, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden. Die Kita-Teams werden durch zusätzliche Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung verstärkt, die direkt in der Kita tätig sind. Diese beraten, begleiten und unterstützen die Kita-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, inklusiven Pädagogik und Zusammenarbeit mit der Familie. Zusätzlich finanziert das Programm eine Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützt.  

Bei über 3750 geförderten Maßnahmen in der ersten Förderwelle konnten bereits viele Kitas profitieren. Auch in Aachen: 24 Einrichtungen wurden in der Stadt Aachen gefördert und durch zwei Fachberatungen unterstützt. Zwei weitere Kitas wurden in der StädteRegion Aachen mit Bundesmitteln unterstützt.

Zukünftig sollen mit dem Bundesprogramm auch kleine Einrichtungen gefördert werden, die insbesondere im ländlichen Raum zu finden sind. Darüber hinaus soll größeren Einrichtungen mit mehr als 160 Kindern ermöglicht werden, eine zweite halbe Stelle zu beantragen. Dies betrifft auch Kitas, die bereits gefördert werden.

Das Interessenbekundungsverfahren für die zweite Förderwelle läuft noch bis zum 30. September 2016. Alle benötigten Informationen sind unter www.frühe-chancen.de veröffentlicht.