Auch in Aachen: Bundesprogramm „Nachbarschaft stärken, miteinander im Quartier“

Das Bundeskabinett hat am 31. August die ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt „Nachbarschaft stärken, miteinander im Quartier“ beschlossen. Ziel ist es, Fördermittel aller Ressorts in Stadtteilen mit erhöhten Integrationsanforderungen zu bündeln.

Nachdem das Programm Soziale Stadt schon 2014  gestärkt und mit rund 150 Mio. Euro Bundesmitteln jährlich fast vervierfacht wurde, setzt die Koalition damit eine weitere wichtige stadtentwicklungspolitische Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um. Die Stärkung des Zusammenhalts in unserem Gemeinwesen ist den Koalitionsparteien wichtig. Zukünftig sollen insbesondere benachteiligte Stadt- und Ortsteile effizienter und nachhaltiger als bisher unterstützt werden, denn diese Stadtteile erbringen oft eine bedeutende Integrationsleistung für die Städte und Gemeinden.   

Die ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt bildet den Auftakt für die verbesserte Zusammenarbeit, bei der bestehende Programme besser aufeinander abgestimmt und die Mittel der Städtebauförderung enger mit sozialen Förderangeboten verknüpft werden. Ein Beispiel ist das EFS-Modellprogramm „Jugend stärken im Quartier“, das junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt. Auch in Aachen fördert das Programm die Arbeit des Jugendmigrationsdienstes und der Bildungsberatung der Caritas Aachen. 

Der soziale Zusammenhalt in den Städten soll von 2017 bis 2020 jährlich mit zusätzlichen 300 Mio. Euro aus dem Haushalt des BMUB unterstützen. Daraus stehen 10 Mio. Euro für die Umsetzung der ressortübergreifenden Strategie zur Verfügung. In den zusätzlichen Mitteln enthalten sind daneben vor allem Finanzmittel für den neuen Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“, mit dem die Kommunen unter anderem Kitas, Schulen und Stadtteilzentren zu „Orten der Integration“ umbauen können.