Einzigartige Wege in Aachen: Rudolf Henke besucht den Batteriespeicher M5BAT

Mitte September wurde in Aachen ein weltweit einzigartiger Batteriegroßspeicher, der M5BAT, in Betrieb genommen. Rudolf Henke besuchte das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Sauer vor Ort.

Nach drei Jahren Bau- und Planungszeit konnte das Großprojekt, das rund 11,4 Millionen Euro gekostet hat, realisiert werden. Auf Beschluss des Deutschen Bundestages wurde das Projekt mit 6,7 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziert.

Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energie in Deutschland steigt auch der Bedarf an intelligenten Energiespeichersystemen. Diese sind vor allem notwendig, Strompreise zu dämpfen, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu reduzieren, Netzengpässe zu minimieren, zur Netzstabilität beizutragen und somit die Energieversorgung sicherzustellen. In diesen Gründen liegt auch die Motivation für das M5BAT-Projekt, bei dessen Aufbau fünf verschiedene Batterietypen in zehn Batteriesträngen verwendet werden. Der Vorteil an Batteriespeichern ist es, dass diese lokal und nahe bei Verbrauchern und Erzeugern innerhalb kürzester Zeit installiert und in Betrieb genommen werden können. Ziel des Projektes ist es, die an Bedeutung zunehmenden stationären Batteriespeicher im Realbetrieb zu erforschen und Erfahrungen zu sammeln, die auch Rückschlüsse für belastbare Kosten zulassen.

An dem Projekt, das als Anlage operativ an den Campus angebunden ist, sind das E.ON Energy Research Center der RWTH gemeinsam mit dem Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft, der Energieversorger Uniper SE, der Batteriehersteller Exide Technologies GmbH und der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar Technologie AG beteiligt. Nach der nun erfolgten Inbetriebnahme wird die Anlage künftig ins Stromnetz eingebunden. 

Rudolf Henke zeigte sich beeindruckt von dem Projekt: „Intelligente Netze und Techniken zur Speicherung großer Energiemengen sind bei der Energiewende in Deutschland von großer Bedeutung. Wir brauchen innovative Technik, die innerhalb kurzer Zeit reagieren kann, damit uns die gewonnene Energie aus Wind und Sonne nicht verloren geht. Diese Forschung trägt maßgeblich dazu bei, dass uns die Energiewende gelingt.“