Ost und West wachsen wirtschaftlich weiter zusammen

Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf hat sich in den neuen Ländern seit 1991 fast verdoppelt – das Wachstum fällt dabei in diesem Zeitraum in etwa so stark aus wie das in Westdeutschland zur Zeit des Wirtschaftswunders.

Zu diesem Er­gebnis kommt die Studie „In der Normalität angekommen – Deutschland 25 Jahre nach dem Mauerfall“ von KfW Research. Das bereinigte Pro-Kopf-Ein­kommen liegt im Osten inzwischen bei 89 Prozent des westdeutschen Ver­gleichswertes. Gemessen an der Wirtschaftsleistung gehören die neuen Län­der inzwischen zum Mittelfeld in Europa und liegen beim realen Bruttoin­landsprodukt pro Kopf knapp hinter Italien und Spanien. Zwar gibt es immer noch erhebliche regionale Unterschiede zwischen Ost und West – etwa be­dingt durch die vorhandene Branchenstruktur –, diese sind aber inzwischen nicht mehr größer als im Rest der G7-Staaten. Als zentralen Grund für die dynamische Entwicklung Ostdeutschlands führt die Studie insbesondere die rund 1,6 Billionen Euro an, die seit 1991 von Unternehmen, Kommunen und privaten Bauherren dort investiert wurden. Als größte Herausforderungen für die Zukunft werden die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sowie der demogra­phische Wandel gesehen.

(Quelle: KfW Research)