Rudolf Henke besuchte Initiative "Generationsbrücke Aachen" des Marienheims

Es ist ein besonderes Konzept, das in Deutschland noch nicht allzu verbreitet ist.

Die „Generationsbrücke Aachen“ (mittlerweile sogar "Generationsbrücke Deutschland") des Marienheims der Katholischen Kirchengemeinde St. Donatus in Aachen-Brand bildet eine generationsübergreifende Brücke zwischen Pflegeheimbewohnern und ihrer Umgebung. „Gerade als Arzt und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags ist es für mich besonders interessant, dieses Projekt, das hier in Aachen seinen Ursprung hat, persönlich vor Ort kennenzulernen“, so Rudolf Henke.

Der Bundestagsabgeordnete nutzte die Gelegenheit, sich in einem Gespräch mit Horst Krumbach, dem früheren Leiter des Marienheims und gleichzeitig Gründer der Initiative „Generationsbrücke Aachen“, über dieses Projekt auszutauschen.

Als Vorbild diente Krumbach im Jahr 2009 die amerikanische Partnerorganisation „Rainbow Bridge“ (heute: Bessie’s Hope) im amerikanischen Denver/Colorado, bei der er hospitieren konnte, bevor er die Idee in Aachen umsetzte.

Zwischen den beteiligten Altenpflegeheimen, Kindergärten und Schulen entstehen unter dem Dach der Generationsbrücke Begegnungen zwischen jungen und älteren Menschen. Das Ziel besteht darin, die Lebensqualität aller Beteiligten zu erhöhen, indem beide Seiten bei gemeinsamen Aktivitäten voneinander lernen und profitieren können. Diese Aktivitäten reichen von Ballon- und Ratespielen über Vorlesen und gemeinsames Singen bis hin zu Rollstuhltanz.

Die Generationsbrücke fungiert als Koordinatorin und Organisatorin dieser Begegnungen, sie stellt den Kontakt zwischen den Altenpflegeheimen, Schulen und Kindergärten her und leitet Orientierungsveranstaltungen, durch die sowohl die Kinder als auch die Pflegeheimbewohner und das -personal auf die Begegnungen vorbereitet werden.

Dabei ist es wichtig, den Kindern behutsam beizubringen, was sie erwartet, denn auch Themen wie Pflegebedürftigkeit, Krankheit und Tod spielen bei diesen Begegnungen eine Rolle, worauf die Kinder vorbereitet sein müssen. „Der Umgang mit diesen Themen wird in unserer Gesellschaft gerne an den Rand gedrängt, die Generationsbrücke Aachen liefert vor diesem Hintergrund ein sehr positives Beispiel“, fasst Rudolf Henke seinen Besuch im Marienheim zusammen.

Die Initiative wurde in jüngster Zeit mehrfach ausgezeichnet, so u.a. durch die Körber-Stiftung im Rahmen des transatlantischen Ideenwettbewerbs „USable“, der herausragende amerikanisch inspirierte Projekte bürgerschaftlichen Engagements der Generation 50+ würdigt.

Weitere Informationen zur Generationsbrücke finden sich unter: www.generationsbrücke-deutschland.de

 

 

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