Rudolf Henke und Helmut Brandt: Kein Verständnis für Werkschließung von Bombardier

Die CDU-Bundestagsabgeordneten in der Städteregion Aachen, Rudolf Henke und Helmut Brandt haben die angekündigte Schließung des Aachener Bombardier-Werks nochmals scharf kritisiert. „Diese Entscheidung ist mehr als enttäuschend und würde die Stadt und unsere Region hart treffen“, so Brandt.

In einem Gespräch am heutigen Donnerstag haben die Abgeordneten ihr Unverständnis über die Entscheidung gegenüber Vertretern der Deutschen Bahn, Hauptauftraggeber für Bombardier, zum Ausdruck gebracht. „Wir suchen den engen Kontakt mit der Bahn, weil wir für die 600 Beschäftigten und ihre Familien eine gute Lösung finden und zum Erhalt der Arbeitsplätze im Aachener Werk beitragen wollen“, so Rudolf Henke.

Über die erörterten Fragen wird auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, unterrichtet, sobald er von seinem gegenwärtigen Auslandsaufenthalt zurückgekehrt ist.

Vor dem Hintergrund der sehr guten Auftragslage bei Bombardier und der aktuellen Erfolgsmeldungen aus der Bahnherstellerbranche zeigen sich die Abgeordneten nach wie vor erzürnt über die Werkschließung. So gab der Verband der Bahnindustrie erst in der vergangenen Woche bekannt, dass die Bahntechnikhersteller in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 5,3 Milliarden Euro erzielt hatten. Das sind fast 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der zweithöchste Wert in der Branchengeschichte.