Rudolf Henke wird Pate von inhaftiertem kubanischen Menschenrechtsaktivisten

Mit der Übernahme der Patenschaft für den in Kuba inhaftierten Bürgerrechtler und Mitglied der oppositionellen Bewegung „Fuerza de la Vida“ („Kraft des Lebens“) Labrador Díaz setzt der Aachener Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke (CDU) ein starkes Zeichen für die Menschenrechte.

„Die kubanischen Bürgerrechtler brauchen unsere volle Solidarität. Sie müssen als eine wichtige Stimme Kubas zur Kenntnis genommen werden“, so Rudolf Henke.

Luis Enrique Labrador Díaz (*1978) wurde mit zwei weiteren Dissidenten am 14. Januar 2011 festgenommen, als sie auf der Plaza José Martí regimekritische Flugblätter verteilten. Am 30. Mai 2011 wurde Labrador Díaz zu fünf Jahren Haft wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und „Missachtung des Gerichts“ verurteilt. Laut der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist die kubanische Opposition konstant den Repressionen des Castro-Regimes ausgesetzt.

Labrador Díaz sitzt momentan in Kubas berüchtigtem Gefängnis Agüica (Provinz Matanzas). Auch im Gefängnis setzt sich der Bürgerrechtler für Gerechtigkeit ein. Als der 38-jährige kubanische Häftling Reinaldo Lampin Abreu am 6. Juli 2012 tot in seiner Strafzelle des Hochsicherheitsgefängnisses aufgefunden wurde, forderte Labrador Díaz eine genaue Untersuchung des Falls. Für seinen Einsatz wurde er von Gefängnisaufsehern geschlagen und misshandelt. Dazu Rudolf Henke: „In Kuba werden politisch Andersdenkende von den Staatsorganen überwacht und gnadenlos eingeschüchtert. Auch heute gibt es keine Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Wo Menschenrechte in so eklatanter Weise verletzt werden, muss die Politik den Finger in die Wunde legen – deshalb setze ich mich für Luis Enrique Labrador Díaz ein.“

Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene in Kuba und im Iran. Bis zu dessen Freilassung war Rudolf Henke zudem politischer IGFM-Pate des iranischen Konvertitenpastoren Behrouz Sadegh-Khanjani. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin hebt hervor: „Dass Rudolf Henke nun auch einen kubanischen Gefangenen unterstützt, zeugt von seiner menschenrechtlichen Solidarität. Leider gibt es in der Republik Kuba zahlreiche politische Gefangene, eine politische Patenschaft lenkt das öffentliche Bewusstsein auf die Menschenrechtslage in Kuba. Viele der Gefangenen werden unter un-menschlichen Bedingungen gehalten. Massive physische und psychische Gewalt ist in kubanischen Gefängnissen an der Tagesordnung, vor allem Afrokubaner, wie Labrador Díaz sind konstant Repressionen ausgesetzt. Eine politische Patenschaft, wie sie von Rudolf Henke übernommen wurde, hilft den verfolgten Regimegegnern internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz zu finden.“ Das Patenschaftsprogramm wird u. a. von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder unterstützt.

Informieren Sie sich zur Lage der Menschenrechte in Kuba unter:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html