Strafrechtsänderungsgesetz - Strafbarkeit nicht genehmigter Kraftfahrzeugrennen im Straßenverkehr

Am 29.06.2017 beschloss der Bundestag, ein Strafrechtsänderungsgesetz zur Strafbarkeit nicht genehmigter Kraftfahrzeugrennen im Straßenverkehr.

Bisher wurden Rennen auf öffentlichen Straßen nur als eine Ordnungswidrigkeit angesehen. Dies wird sich nun ändern, da verbotene Kraftfahrzeugrennen als ein neuer Tatbestand im Strafgesetzbuch aufgenommen werden.

So gilt nun: Die Ausrichtung, Durchführung, Teilnahme und der Versuch der Organisation von illegalen Kraftfahrzeugrennen wird mit einer Geldstrafe oder auch einer mehrjährigen Haftstrafe geahndet. Fahrzeuge der Beteiligten können ebenfalls eingezogen werden. Strafbar wird ebenfalls sogenanntes „objektives und subjektives Nachstellen von Kraftfahrzeugrennen“, d.h. wenn sich ein einzelnes Kraftfahrzeug nicht nur mit erhöhter Geschwindigkeit, sondern sich ebenfalls evident verkehrswidrig und rücksichtslos im Straßenverkehr fortbewegt, so wird dies auch von der Strafbarkeit umfasst. Dies gilt nicht für einfache Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Menschen, die das Leben anderer im Straßenverkehr leichtfertig riskieren gehören bestraft. Auch in der Städteregion Aachen ist es in der Vergangenheit mehrmals zu zum Teil tödlichen Unfällen aufgrund von Rasern und illegalen Straßenrennen gekommen. Öffentliche Straßen sind keine Rennstrecken und so ist dieses Gesetz eine gute Grundlage Rasern die Härte des Gesetzes aufzuzeigen und illegale Kraftfahrzeugrennen konsequent deutschlandweit zu unterbinden.   

 

Bild: Kurt Bouda  / pixelio.de