Verkehr der Zukunft – Automatisiertes Fahren

Die Gesellschaft im Wandel - Vernetzung, Digitalisierung und Automatisierung finden immer mehr Einzug in unseren Alltag und auch der Bereich des Verkehrs wird zunehmend durch diese Entwicklungen geprägt. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der eine Änderung im Straßenverkehrsgesetz vorsieht und Eckpunkte für automatisiertes Fahren absteckt.

Die Gesellschaft im Wandel - Vernetzung, Digitalisierung und Automatisierung finden immer mehr Einzug in unseren Alltag und auch der Bereich des Verkehrs wird zunehmend durch diese Entwicklungen geprägt. Deutschland ist ein Autoland und innovative Mobilitätskonzepte tragen zur Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandortes Deutschland bei. Der Verkehr der Zukunft soll für den Verkehrsteilnehmer noch sicherer, effizienter, sauberer und auch komfortabler sein. Aus diesem Grund wird das Automatisierte Fahren bald auf deutschen Straßen erprobt werden. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der eine entsprechende Änderung im Straßenverkehrsgesetz vorsieht und Eckpunkte für automatisiertes Fahren absteckt. Im Kern handelt es sich um die rechtliche Gleichstellung von Fahrer und Computer.

So können in Zukunft auch Fahrzeuge mit automatisierten Fahrfunktionen auf den Straßen eingesetzt werden, die für eine bestimmte Zeit die Kontrolle über das Fahrgeschehen übernehmen. Die letzte Verantwortung im Verkehr trägt aber weiterhin der Mensch selbst.

Das heißt, der Fahrer übergibt lediglich in einer bestimmten Situation die Fahrzeugsteuerung an das technische Fahrsystem, das aber auch wieder durch den Fahrer selbst deaktiviert werden kann – zum Beispiel für den Überholvorgang auf der Autobahn. Der Autofahrer wird folglich nicht durch das technische System ersetzt, sondern dadurch unterstützt, dass hoch- oder vollautomatisierte Fahrsysteme künftig die Fahraufgabe selbstständig übernehmen dürfen. Dies ist nicht gleichzusetzen mit dem autonomen Fahren, bei dem der Fahrer nur noch ein Passagier im eigenen Fahrzeug ist.

Verantwortlichkeiten von Autofahrer und Autohersteller beim Einsatz dieser Systeme werden so in einem sicheren Rechtsrahmen definiert. Bei einer ordnungsgemäßen Nutzung des Systems kann dem Fahrer im Schadensfall kein Fahrlässigkeitsvorwurf gemacht werden und er ist von der Haftung freigestellt. Im Schadensfall wird der Fahrzeugfahrer nicht in Regress genommen, wenn das System ordnungsgemäß eingesetzt wurde. Die Untersuchung der Nutzung im Schadensfall erfolgt durch die Datenauswertung eines Datenspeichers, der sogenannten Blackbox. Diese dokumentiert, ob der Mensch oder das System gefahren ist, beziehungsweise ob es eine Übernahmeaufforderung oder eine technische Störung gegeben hat.

„Das automatisierte Fahren ist eine national und international bedeutsame Schlüsseltechnologie im Mobilitätswandel, sodass dieses Gesetz einen in die Zukunft gerichteten Blick einnimmt, der Gesellschaft und Wirtschaft zugutekommt. Erste gute mobilitätspolitische Schritte wurden eingeleitet und jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die weitere Entwicklung ausgestaltet“, so Rudolf Henke.

 

 

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