Von Krankenhausinfektionen und deren Vermeidung - Rudolf Henke zu Besuch im Hygieneinstitut der Uniklinik RWTH Aachen

Wie sorgt man in einem Krankenhaus von der Größenordnung der Universitätsklinik Aachen dafür, dass alle Ärzte, Schwester und Pfleger über die aktuellen Hygienestandards Bescheid wissen und diese umsetzen?

Dieser Frage gingen Rudolf Henke und sein Team im Rahmen der diesjährigen Sommertour beim Besuch des Hygieneinstitutes der Uniklinik der RWTH Aachen nach.  Der Leiter der Abteilung für Hygiene und Infektiologie, Dr. Sebastian Lemmen, erläuterte seinen Besuchern zunächst die Struktur des Großkrankenhauses und die entsprechende Aufteilung seiner Mitarbeiter in den verschiedenen Abteilungen. Nach einem Überblick über die unterschiedlichen Gruppen von Krankheitserregern und deren jeweiligen Übertragungswege stellte der Hygieniker die wichtigste Maßnahme zu deren Verhütung vor: Die hygienische Händedesinfektion. Weil sich durch deren korrekte Durchführung  viele Krankenhausinfektionen vermeiden lassen, wird hoher Aufwand betrieben,  um den hohen Stellenwert der Maßnahme beim Krankenhauspersonal ständig in Erinnerung zu rufen. Neben regelmäßig stattfindenden Fortbildungen geschieht dies in erster Linie über die Teilnahme an der „Aktion saubere Hände“. 2008 ins Leben gerufen, verfolgt die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Kampagne das Ziel, die Notwendigkeit zur Durchführung der hygienischen Händedesinfektion überall dort zu verdeutlichen, wo eine Übertragung entsprechender Krankheitserreger über die Hände zu erwarten ist. Dass dies im Aachener Universitätsklinikum sehr gut gelingt, verdeutlicht seit kurzer Zeit das Goldene Siegel der „Aktion saubere Hände“. Die bestmögliche Auszeichnung für die erfolgreiche Optimierung der Händehygiene wurde dem Krankenhaus in diesem Jahr verliehen.