"Zeugnis-Ausgabe" für Pflegeeinrichtungen startet

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Am 2.11.2009 ist der Startschuss für die bundesweite DatenClearingStelle (DCS) Pflege gefallen.

Das bundesweite Gemeinschaftsprojekt der Verbände der Pflegekassen unter Federführung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist wichtige Grundlage dafür, dass künftig sog. Pflegenoten für die Pflegeeinrichtungen in Deutschland veröffentlicht werden können. Damit soll ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Transparenz in der Pflege erfolgen. Mit der DCS bieten die Verbände der Pflegekassen eine leistungsfähige und länderübergreifende IT-Lösung an, um eine schnelle und unbürokratische Veröffentlichung der Bewertungen zu ermöglichen.

Die Inbetriebnahme der DCS erfolgt schrittweise nach einem festgelegten Roll-Out-Plan. Start war am 2.11.2009 in Nordrhein-Westfalen. Seitdem wurden weitere Bundesländer zugeschaltet.

Mit Hilfe der DCS sammeln die Landesverbände der Pflegekassen die Ergebnisse aller Qualitätsprüfungen durch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen online ein. Die Ergebnisse von über 1.000 Einrichtungen bundesweit liegen dort bereits vor, für Nordrhein-Westfalen rund 300 Ergebnisse. Zukünftig sollen jährlich die Transparenzdaten von mehr als 20.000 ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen über die DCS laufen. In Nordrhein-Westfalen befinden sich mit rund 5100 Einrichtungen mehr als ein Viertel der bundesweiten Pflegeeinrichtungen.

Aus den Qualitätsprüfungsberichten werden die sog. Pflegegenoten ermittelt und an die Landesverbände der Pflegekassen und die Pflegeeinrichtungen weitergeleitet. Bevor die Pflegenoten einer Einrichtung veröffentlicht werden, hat diese vier Wochen Zeit, das Prüfergebnis zu kommentieren und zusätzliche Angaben, zum Beispiel zu speziellen Angeboten der Einrichtung, zu machen. Hierfür haben auch die Pflegeeinrichtungen Zugriff auf die DCS. Nach Abschluss dieses Verfahrens leiten die Landesverbände die so genannten Transparenzberichte zur Veröffentlichung weiter.

Die Ersatzkassen haben hierzu das neue Internetportal www.pflegelotse.de entwickelt. Darin sind Informationen über die Größe, Kosten, Ausstattung, Lage sowie Anschriften der Pflegeeinrichtungen eingestellt sowie zukünftig dann die wichtigen Informationen über die Qualität der Einrichtungen. Den Pflegelotsen finden die Versicherten auch auf den Internet-Seiten ihrer Ersatzkasse (Barmer Ersatzkasse, Techniker Krankenkasse, Deutsche Angestellten-Krankenkasse, KKH­Allianz, Gmünder Ersatzkasse - GEK, HEK - Hanseatische Krankenkasse, Hamburg Münchener Krankenkasse, hkk).

Jedes Pflegeheim und jeder ambulante Pflegedienst wird zukünftig mindestens einmal jährlich geprüft und das aktuelle Ergebnis mit Hilfe der DatenClearingStelle veröffentlicht.

Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen, wonach die Landesverbände der Pflegekassen sicherstellen müssen, dass Angaben zur Qualität von Pflegeeinrichtungen zukünftig kostenfrei im Internet veröffentlicht werden.

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