Schutz von Kindern im Internet: Gesetz schließt Strafbarkeitslücken

 

Der Deutsche Bundestag hat am 17. Januar 2020 das Strafgesetzbuch geändert, um auch den Versuch des Cybergroomings strafbar zu machen (Versuchsstrafbarkeit). Dabei geht es um die gezielte Ansprache von Kindern im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte. Zudem erhalten die Ermittlungsbehörden erweiterte und effektivere Zugriffsmöglichkeiten in der digitalen Welt, unter anderem einen Ermittlungszugang in das Darknet.

Foren zum Austausch von Kinderpornographie verlangen, dass die Nutzer in regelmäßigen Abständen ihre „Vertrauenswürdigkeit“ unter Beweis stellen, indem sie selbst kinderpornographisches Material hochladen. Bislang würden sich Ermittler beim Veröffentlichen dieser sogenannten „Keuschheitsproben“ mit kinderpornographischem Inhalt selbst strafbar machen. Künftig wird speziell geschulten Ermittlern nach Freigabe durch einen Richter erlaubt, computergeneriertes Bildmaterial zu erzeugen, um so einen Zugang zu den Tauschbörsen für Kinderpornografie zu erhalten und Täter aufzuspüren.