Verlängerung und Erweiterung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“

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Das Bundeskabinett hat am 17. März die Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen und setzt damit ein Zeichen, den Erhalt und Ausbau von Ausbildungsplätzen bestmöglich zu unterstützen.

Der bereits bestehende Schutzschirm für Auszubildende wird für das Ausbildungsjahr 2021/2022 erweitert. So wird unter anderem die Ausbildungsprämie für das kommende Ausbildungsjahr von 2.000 Euro auf 4.000 Euro, sofern das Ausbildungsniveau stabil bleibt, beziehungsweise von 3.000 Euro auf 6.000 Euro, wenn das Ausbildungsniveau erhöht wird, verdoppelt. Weiterhin soll es zukünftig zusätzlich zum Zuschuss zur Ausbildungsvergütung auch eine Ausbildervergütung geben. Dabei können die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung auch gezahlt werden, wenn die Auszubildende oder der Auszubildende an einem externen Lehrgang zur Prüfungsvorbereitung teilnimmt. Diese Förderungen kommen zukünftig einem erweiterten Anspruchskreis zugute. So können Unternehmen bereits mit bis zu 499 Beschäftigten die Förderung in Anspruch nehmen. Ein „Lockdown-II-Sonderzuschuss“ in Höhe von 1.000 Euro richtet sich an ausbildende Kleinstunternehmen mit bis zu vier Beschäftigten. Voraussetzung ist, dass der Ausbildungsbetrieb im aktuellen Lockdown seine Geschäftsfähigkeit nicht oder nur in geringem Umfang weiterführen konnte, während gleichzeitig die Ausbildung an mindestens 30 Tagen fortgesetzt wurde.

Eine weitere Verbesserung stellt die Verdopplung der Übernahmeprämie auf 6.000 Euro dar. Diese soll sowohl im Falle einer Insolvenz, als auch im Falle einer Kündigung des Ausbildungsbetriebes oder eines Auflösungsvertrages, weil die Fortführung der Ausbildung pandemiebedingt nicht mehr möglich, beziehungsweise für den Betrieb nicht mehr zumutbar ist, ausgezahlt werden.